Veranstaltungen in Villingen-Schwenningen

Die Dauerausstellung im Franziskanermuseum in Villingen zeigt das Keltische Fürstengrab Magdalenenberg. Die Grabkammer, die in das Jahr 616 v. Chr. datiert wird und als größter hallstattzeitlicher Holzfund Mitteleuropas gilt, ist im Museum ausgestellt. Archäologen stießen bei Grabungen auf das Fürstengrab und auf 126 Nachbestattungen mit reichen Beigaben, die im Museum gezeigt werden. Die Fundstelle Magdalenenberg liegt südlich von Villingen und kann vom Franziskanermuseum mit einem 30-minütigen Fußweg erreicht werden.
6 x 8 Meter groß ist die keltische Grabkammer aus dem Magdalenenberg, die in die Zeit 616 v. Chr. datiert. Heute ist sie das beeindruckendste Exponat des Franziskanermuseums. Bis zur ersten archäologischen Grabung 1890 lag sie verborgen im größten hallstattzeitlichen Grabhügel Mitteleuropas.
Der Leiter der zweiten wissenschaftlichen Grabung, Konrad Spindler, der später durch den Ötzifund berühmt wurde, ließ sich von der geringen Ausbeute der Vorgänger nicht beirren. Er entdeckte 126 Nachbestattungen in der Hügelschüttung und die Spaten der Grabräuber. Dendrochronologen fanden mit ihrer Hilfe heraus, dass das Zentralgrab bereits 30 bis 40 Jahre nach der Bestattung des Fürsten geplündert worden war.
Ausgewählte Grabbeigaben der Nachbestattungen sind im Museum zu besichtigen, darunter ein Bernsteinkollier, eine Fibel aus dem Balkanraum und eine iberische Gürtelschnalle, - alles Funde, die für weite Migrationsbeziehungen der Kelten sprechen.
Neueste Forschungen wollen in der Anlage des beeindruckenden Gräberfeldes vom Magdalenenberg eine bewusste Orientierung am Sternenhimmel und damit ein astronomisches Bauwerk erkennen.

 

Franziskanermuseum Villingen-Schwenningen :
Keltisches Fürstengrab Magdalenenberg
Rietgasse 2
78050 Villingen-Schwenningen
Tel. 07721/82-2351
Di-Sa 13-17 Uhr,  So, Feiertag 11-17 Uhr