Baden-Württemberg steht 2012 ganz im Zeichen der Kelten! Anlass und zugleich Höhepunkt des Keltenjahres ist die große Landesausstellung „Die Welt der Kelten. Zentren der Macht – Kostbarkeiten der Kunst“, die ab 15. September an zwei Orten in Stuttgart gezeigt wird. Das Kurpfälzische Museum, das Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie der Universität Heidelberg und der Förderkreis Archäologie in Baden e.V. beteiligen sich mit einem abwechslungsreichen und umfangreichen Programm an diesem Keltenjahr. Einer der Höhepunkte des Heidelberger Keltenjahres ist die Kabinettausstellung im Kurpfälzischen Museum „Kelten im Tal und auf dem Berg - Heidelberg im 4. Jahrhundert v. Chr.“.
Der „Förderkreis Archäologie in Baden e.V.“ unterstützt seit mehr als vier Jahrzehnten die Archäologie in Baden. Mit rund 1.300 Mitgliedern ist er ein wichtiger und sehr reger Interessenverband, der das Beitrags- und Spendenaufkommen seiner Mitglieder gezielt, schnell und unbürokratisch einsetzt.
Er bietet : Aktuelles zur Archäologie im Lande, interessante Jahrestagungen an immer wechselnden Veranstaltungsorten, Exkursionen, Führungen und Vortragsveranstaltungen mit anerkannten Fachleuten, Informationen über laufende Ausgrabungen und Forschungsarbeiten, Auskünfte und Gutachten zu archäologischen Funden. Die Mitglieder erhalten die „Archäologischen Nachrichten aus Baden“ und die „Archäologischen Ausgrabungen in Baden-Württemberg als kostenlose Jahresgabe sowie weitere Publikationen und Fachbücher zur Landesarchäologie zu vergünstigten Preisen.
Das Heidelberger Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie versteht sich als interdisziplinäre archäologische Forschungseinrichtung mit starker kulturwissenschaftlicher Ausrichtung. Im Bereich der Ur- und Frühgeschichte liegen die Forschungsschwerpunkte einerseits auf dem Neolithikum und der Bronzezeit des östlichen Mittelmeerraums und Südosteuropas, andererseits auf den mittelalterlichen Epochen Westeuropas. Landschafts- und umweltarchäologische Fragestellungen sowie die theoretischen und methodischen Grundlagen des Faches bilden zeitliche und räumliche Querschnittsthemen
Einen umfassenden Überblick über die wechselvolle Geschichte Heidelbergs erhält der Besucher im Kurpfälzischen Museum der Stadt. Innerhalb der breit gefächerten kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen des Hauses ist neben der Römerzeit den Kelten besonders viel Raum gewidmet. Der Rundgang im Untergeschoss beginnt mit dem Unterkiefer des weltberühmten Homo Heidelbergensis und beschreibt die keltische Geschichte des unteren Neckarlandes an Hand archäologischer Funde von der frühen Hallstattzeit bis zu den Funden aus der Viereckschanze von Ladenburg. Im Themenschwerpunkt „Heiligenberg“ wird das bedeutendste archäologische Geländedenkmal Nordbadens in Szene gesetzt. Der wunderschöne Museumsgarten bietet eine maßstabsgetreue Kopie der Jupitergigantensäule von Ladenburg.
Anfang 2012 wird das Museum nach Umbauarbeiten der Öffentlichkeit wieder zugänglich sein